
Artikel in der Auto Bild Motorsport vom 25. Mai 2005
Kahles flotter Patenjunge
DMSB-Junior Mathias Kuhnert vertraut vor der Sachsen-Rallye den Tips des Deutschen Meisters.
Fünfmal gewann Matthias Kahle die Deutsche Rallye-Meisterschaft (1997, 2000 bis 2002, 2004). Einen kompetenteren Lehrer können sich die Nachwuchsfahrer nicht wünschen.
In dieser Saison profitiert Mathias Kuhnert von der Erfahrung seines Namensvetters. Denn Kahle hat die Rallye-Patenschaft für den 25jährigen aus dem Junior-Team des DMSB übernommen.
Für Kahle ist es eine Gelegenheit, einen Teil der Unterstützung, die er als Nachwuchspilot bekommen hatte, an die nächste Generation weiterzugeben.
Dieter Schneppenheim, der heute das DMSB-Junior-Team leitet, half Kahle 1997 ins Toyota-Werksteam und war bis Ende 2001 auch als sein Beifahrer an Bord.
"Das Junior-Team ist eine tolle Sache, die ich gern unterstütze", sagt Kahle, der auch als Jurymitglied bei der Auswahlsichtung fungierte.
Dass sein Arbeitgeber Skoda einer der Sponsoren des Junior-Teams ist, erleichtert die Zusammenarbeit. Nachwuchsmann Kuhnert, gelernter Kfz-Meister aus dem niedersächsischen Gadenstedt,
pilotiert gemeinsam mit Beifahrer Jens Söbke (27) einen Skoda Fabia RS TDi in der Dieselwertung der Rallye-DM. Sein seriennahes Fahrzeug (Diesel-Turbomotor mit rund 170 PS, Frontantrieb) hat mit
Kahles ebenfalls auf dem Fabia basierenden World Rallye Car (Benzin-Turbomotor, rund 300 PS, Allradantrieb) allerdings technisch so gut wie keine Gemeinsamkeiten. Einen Dieselrenner, die erst seit zwei Jahren
in der Rallye-DM erlaubt sind, hat Kahle zudem noch nie im Wettbewerb bewegt.
"Meine Tips beziehen sich mehr auf Dinge wie Vorbereitung auf eine bestimmte Veranstaltung oder die Reifenwahl unter
schwierigen Bedingungen", so der Meisterfahrer. "Dazu gehört auch - und dabei unterstützt mich mein Beifahrer Peter Göbel - das Optimieren des Streckenaufschriebs und das Erstellen von Serviceplänen."
Ex-Kartsportler Kuhnert, 2003 "Rookie of the year" im ADAC Rallye Junior Cup und seit 2005 Mitglied im DMSB Junior-Team, hat sich bei den bisher drei Rallyes der Saison gut geschlagen.
Sieg bei der Welfen-Rallye, dritter Rang bei der Rallye Oberland und ein Unfall (Hessen-Rallye). Damit rangiert er hinter VW-Fahrer Siggi Steinacker auf Platz zwei der Dieselwertung.
"Bei der Sachsen-Rallye müssen wir Boden gutmachen", hat sich Kuhnert für den nächsten DM-Lauf vorgenommen. Pate Kahle strebt den Hattrick an. 2003 und 2004 gewann Kahle im Skoda Oktavia
die Rallye rund um Zwickau.
Start ist am Freitag, 3. Juni, um 13 Uhr am Rallye-Zentrum in Zwickau. 174 WP-Kilometer liegen dann vor den Startern, 85 Prozent davon auf Asphalt.
Ein Höhepunkt ist die Prüfung über den Zuschauerrundkurs an der Glück-Auf-Brücke in Zwickaus Innenstadt am Sonnabend, 4. Juni, um 14 Uhr. Der Zieleinlauf ist gegen 16.50 auf dem
Hauptmarkt in Zwickau. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.avd-sachsen-rallye.de
Christian Schön
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Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom 9. April 2005
Mit Vollgas zum Diesel-Titel
Mathias Kuhnert gehört zu den positiven Überraschungen bei der deutschen Rallye-Meisterschaft
Von Henning Thobaben
"Privat bin ich zwar kein Schleicher, habe aber keinen Punkt in Flensburg", betont Mathias Kuhnert. In seinem Skoda Fabia RS drückt er dafür umso mehr aufs Gas. In diesem Jahr kämpft er mit seinem Beifahrer Jens Söbke um eine Spitzenposition bei der deutschen Rallye-Meisterschaft.
Noch im letzten Jahr war der Pilot im ADAC Rallye-Junior-Cup am Start. Kurz vor Beginn dieser Saison kam das überraschende Angebot, als eines von vier Junior-Teams um die deutsche Rallye-Meisterschaft mit zu fahren. "Wir wollten uns zunächst einmal nur in der neuen Klasse etablieren und konkurrenzfähig werden", berichtet der 25-Jährige von den bescheidenen Zielen zu Beginn der Serie. Doch nach dem erfolgreichen Rennen am vergangenen Wochenende in Oschersleben mit dem unverhofften Sieg in der Diesel-Wertung sind die Ziele gleich höher gesteckt: "Jetzt kann‘s auch schon die Meisterschaft in der Diesel-Wertung werden", sagt der ehrgeizige Fahrer mit einem süffisanten Lächeln.
Und dabei sah es für Mathias Kuhnert lange Zeit gar nicht nach einer Karriere im Motorsport aus. Zwar war es schon sein großer Kindheitstraum, Rennen zu fahren. Seine Eltern, die in Peine eine Autowerkstatt betreiben, erfüllten ihrem Sprössling nach langem Betteln seinen Wunsch: "Als 12-Jähriger durfte ich in einem uralten Kart beim MSC Groß Bülten mit dem Training im Kartslalom beginnen", erzählt Kuhnert noch heute mit einem Funkeln in den Augen. Nach Erfolgen bei verschiedenen Rennen und Meisterschaften gelang ihm Anfang 2003 der Wechsel in den Rallyesport. "Ohne die Finanzierung durch Sponsoren wäre dies nicht möglich gewesen", fügt der sympathische Peiner sogleich hinzu. Da das Rallyefahren für ihn mehr Hobby als Beruf ist, legte er vor eineinhalb Jahren erst einmal seine Meisterprüfung als KFZ-Techniker ab und arbeitet nun jeden Tag in der Autowerkstatt seiner Eltern.
Viel Zeit für weitere Hobbys bleibt neben Beruf und Rallyesport nicht. Zur Vorbereitung auf eine Saison gehört das obligatorische Fitnesstraining. Ab und an zieht es den Fußballfan auch ins Stadion. Dort fiebert er mit seinem Lieblingsteam Hannover 96 mit. Und schließlich ist da noch seine Freundin Annika, die ihren Freund bei seinem Hobby unterstützt. "Nach anfänglicher Skepsis ist sie zu meinem größten Fan geworden und fast bei jedem Rennen dabei", sagt der Pasta-Liebhaber dankbar. Platz für Sorgen über die Risiken des Motorsports und Unfälle bleibt da nicht. "Natürlich weiß ich, dass immer was passieren kann, aber die Autos sind sehr sicher."
Eine nicht unbedeutende Rolle bei den jüngsten Erfolgen des Rallye-Duos spielt Beifahrer Jens Söbke. Bescheiden hebt Kuhnert die Leistung seines 27-jährigen Co-Piloten hervor, der ihm während des Rennens wichtige Kommandos gibt und ihn auf bevorstehende Streckenverläufe hinweist. "Natürlich ist absolutes Vertrauen hier ganz wichtig", unterstreicht er die gut funktionierende Arbeitsteilung. Auch privat versteht sich das Team sehr gut. Nur wenn es um Fußball geht, können einmal die Fetzen fliegen: "Jens ist Dortmund-Fan", berichtet Kuhnert schmunzelnd von den unterschiedlich verteilten Sympathien.
Dies wird bei der Hessen-Rallye am nächsten Wochenende aber sicher kein Erfolgshindernis sein, wenn es wieder heißt: Nicht schleichen, sondern Gas geben!
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Artikel in der PAZ vom 6. April 2005
Kuhnert lernt schnell: Platz 1
Sieg in der Wertung für Diesel-Fahrzeuge bei der Welfen-Rallye in Oschersleben
Von Matthias Press
Neue Saison im neuen Auto: Dem Gadenstedter Rallyepiloten Mathias Kuhnert und seinem Beifahrer Jens Söbke (Warstein) war klar, dass sie nach ihrem Wechsel vom ADAC Junior Rallye Cup in die Deutsche Rallye Meisterschaft und von Citroën auf Skoda in neuer Umgebung zunächst einmal Lehrgeld zahlen müssen. So geschehen bei der ADAC Bayern Rallye Oberland (PAZ berichtete).
Dass sie danach so schnell dazulernen, hätten sie aber selbst nicht gedacht: Schon beim zweiten Rennen der Rallye-DM, der ADAC Welfen-Rallye, hängten sie die Konkurrenz ab und siegten in der Wertung der seriennahen Dieselfahrzeuge.
„Mit gemischten Gefühlen sind wir nach Oschersleben gereist“, berichtet Kuhnert. „Aber zu unserer Überraschung konnten wir bereits auf der ersten Wertungsprüfung klar die Führung übernehmen und uns vor das im Oberland so dominante Team Steinacker/ Röhm setzen.“
Das Gadenstedter/Warsteiner Gespann aus dem Deutschen Rallye-Junior-Team hatte den neuen Skoda Fabia RS TDI gut im Griff. Die weiteren drei Wertungsprüfungen des ersten Tages brachten im Klassement keine großen Veränderungen, so dass sich Kuhnert und Söbke die Bestzeiten mit dem hessischen VW Golf TDI Team teilten und auf Grund der Spitzenzeit aus der ersten Prüfung am Ende des Tages auf dem ersten Platz lagen.
„Zu diesem Zeitpunkt war schon abzusehen, das diese beiden Teams den Sieg in der Dieselwertung unter diesen ausmachen würden“, berichtet Kuhnert.
Der nächte Vormittag gehörte eindeutig dem hessischen Team. „Auf den ersten sechs Wertungsprüfungen konnten wir nur eine Bestmarke setzten, so dass aus unserem Vorsprung von anfangs 21 Sekunden kaum noch etwas übrig war.“ Nach der elften Prüfung übernahm das hessische Team die Führung und setzte sich mit 1,6 Sekunden vor dem Skoda-Team an die Spitze.
Sechs Wertungsprüfungen standen noch aus und Kuhnert musste am Lenkrad alles riskieren, um aus dem minimalen Rückstand wieder eine Führung zu machen. Die letzten Prüfungen wurden fast ausschließlich auf Schotter gefahren. „Das kam uns entgegen, die Fahrwerksabstimmung unseres Skoda Fabia passte optimal“, freute sich der Gadenstedter. Das Ergebnis: Sechs Prüfungen – sechs Bestzeiten, und aus dem Rückstand wurde ein Vorsprung von 24,5 Sekunden.
„Das war ein grandioser Sieg, an den wir zumindest zu diesem frühen Zeitpunkt nicht geglaubt hätten“, staunte Kuhnert. „Wir sind konkurrenzfähig, aber einfacher wird es auf keinen Fall. Es folgen noch sechs Saisonläufe, davon sind uns drei völlig unbekannt und bereits die nächste Rallye am 15. und 16. April ist die Heimatveranstaltung unseres stärksten Konkurrenten.“
Der lobte der Klassen-Neuling: „Der Fight mit Mathias hat mir großen Spaß gemacht“, sagt Siggi Steinacker.
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Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom 6. April 2005
Super Start im Rallye-Junior-Team
Mathias Kuhnert und sein Beifahrer Jens Söbke gewinnen Diesel-Wertung der Welfen-Rallye
Ein glänzendes Renn-Wochenende gelang Mathias Kuhnert und seinem Beifahrer Jens Söbke bei der Welfen-Rallye in Oschersleben. Das Team, das für den Braunschweiger Auto-Touren Club (BATC) startet, belegte mit seinem Skoda Fabia RS TDI insgesamt den 19. Rang, die Diesel-Wertung gewannen die beiden Peiner sogar.
Es war der erste Sieg des Paares, das seit Beginn dieser Rallye-Saison im Deutschen Rallye-Junior-Team fährt. "Eigentlich hatten wir unsere Saisonvorbereitung für einen erneuten Start im ADAC Rallye-Junior-Cup bereits abgeschlossen. Dann jedoch klingelte das Telefon, und wir bekamen die Chance, ins Deutsche Junior-Rallye-Team aufzusteigen", freut sich Kuhnert über das Angebot. Nun haben der 25- und der 27-jährige die ersten beiden Rallyes in ihrem von Skoda Deutschland zur Verfügung gestallten Fabia hinter sich.
Bei der Bayern-Rallye in Oberland lief es noch nicht so rund. "Nach den letzten jahren im Citroen Saxo mussten wir uns erst an den neuen Wagen gewöhnen. Es war ernüchternd, als wir schon in der zweiten Wertungsprüfung in einen Schneewall rutschten", erzählt Kuhnert, der in der elterlichen werkstatt in Peine arbeitet. Der zweite Tag jedoch lief besser, so dass am Ende ein dritter Platz in der Diesel-Wertung blieb.
Bei der Welfen-Rallye lief es dann für die beiden BATC-Starter von Beginn an gut. Sie gewannen nicht nur in der Diesel-Wertung, sondern belegen nun in der Gesamtwertung der Deutschen Rallye-Meisterschaft nach dem zweiten von insgesamt acht Rennen auch ein sehr guten achten Platz. Das nächste Rennen steht für die beiden am 15./16. April in Vogelsberg (Hessen) an.
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Artikel in der PAZ vom 5. März 2005
Eine neue Herausforderung
Der Gadenstedter Rallyefahrer Mathias Kuhnert kämpft um die Deutsche Rallye Meisterschaft
Von Thomas Hiete
Kommando zurück: Vor drei Wochen rechnete Mathias Kuhnert noch mit seinem erneuten Start beim ADAC Junior Rallye Cup – nun kommt alles doch ganz anders. Der Junior-Vizemeister des vergangenen Jahres fährt in der neuen Saison mit seinem Co-Piloten Jens Söbke (aus Warstein) als eines von vier Junior-Teams des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) um die Deutsche Rallye Meisterschaft (DRM). Mit einem von Skoda Deutschland zur Verfügung gestellten Fabia RS geht Kuhnert in der Dieselklasse an den Start. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt der 24-Jährige und freut sich nun auf die „neue Herausforderung“. Die Schirmherrschaft über die Rallye-Junioren hat kein geringer als Walter Röhrl übernommen. Der zweifache Rallye-Weltmeister hofft, „einen viel versprechenden Nachwuchsfahrer in der internationalen Spitze“ etablieren zu können.
Schon seit einiger Zeit habe Kuhnert mit den DMSB-Verantwortlichen in Verbindung gestanden, vor zwei Wochen wurden die Kontakte intensiver, da der ursprünglich eingeplante Fahrer in diesem Jahr in Frankreich starten will. Kuhnert rutschte endgültig ins Visier der Junior-Koordinatoren. Die Entscheidung musste schnell fallen, da bereits am nächsten Wochenende der erste von insgesamt acht Saisonläufen in Schongau (Oberbayern) auf dem Programm steht. „Viel zu überlegen gab es für mich eigentlich nicht“, gibt Kuhnert zu. Eine Nacht nahm sich der Gadenstedter für seinen Entschluss noch Zeit, dann gab er dem DMSB die Zusage. Vor drei Jahren erst begann er mit dem Rallyefahren, nun dieser Aufstieg. „Davon hätte ich mir nie träumen lassen.“
Doch so schön der Wechsel für Kuhnert ist, so schwer werden die nächsten Wochen für den Peiner Rallyepiloten werden. Kuhnert muss sich nun möglichst schnell an sein neues Auto, die neue Klasse und seine Gegner gewöhnen. „Anfangs werde ich sicherlich chancenlos sein“, glaubt er. Immerhin: Die seriennahe Technik in der Dieselklasse dürfte dem 24-Jährigen entgegen kommen. „Wenn ich mich an das Auto gewöhnt habe, werde ich sicherlich mithalten können.“
Dabei steht schon der Auftakt in Oberbayern erfahrungsbedingt für den DRM-Neuling unter keinem guten Stern. Seine erste Rallye überhaupt fand dort statt und endete festgefahren im Schnee. In der letzten Saison schied er nach einem Unfall früh aus. „Ich darf dort nicht gleich alles riskieren“, mahnt sich Kuhnert selbst zur Vorsicht, „ich werde auf Ankommen fahren.“ Aber vielleicht sind ja auch für Kuhnert aller guten Dinge drei …
Auf jeden Fall geht der Gadenstedter mit breiter Brust an seine neue Aufgabe heran. „Wir werden daran arbeiten, auf jeden Fall einen Laufsieg zu schaffen.“ Kuhnerts Selbstvertrauen kommt nicht von ungefähr. Vor zwei Jahren wurde er als Einsteiger beim ADAC Junior Rallye Cup „Rookie des Jahres“, im letzten Jahr folgte prompt die Vizemeisterschaft. Nun geht er in der „höchsten Rallye-Liga Deutschlands“ an den Start. Noch bleibt er gelassen: „Ich freue mich drauf.“ Doch schon in einer Woche wird es ernst …
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Artikel in der PAZ vom 9. Februar 2005
Kuhnert startet wohl wieder beim Junior Cup
Der Gadenstedter Rallyefahrer Mathias Kuhnert war bei der Freizeitmesse Auto, Boot, Freizeit (ABF) in Hannover in der vergangenen Woche ein gefragter Mann.
Sein Citroen Saxo VTS, mit dem er im letzten Jahr Vize-Meister beim ADAC Rallye Junior Cup wurde, war eine Woche lang beim ADAC-Stand zu begutachten.
"Vor allem am Wochenende war richtig viel los", beschrieb Kuhnert, der am Rande der Messe durchblicken ließ, dass er wohl auch in diesem jahr wieder beim Junior Cup an den Start gehen wird.
"Es ist zwar noch nicht ganz sicher", erklärte der 24-Jährige, "aber die Planungen gehen dahin." Unterdessen heimste der Gadenstedter einen weiteren Vize-Titel ein:
Kuhnert wurde Zweiter bei der Niedersachsenmeisterschaft. "Ein tolles Ergebnis", freute sich der Rallyefahrer, der damit der bislang jüngste Vizemeister Niedersachsens aller Zeiten ist.
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Artikel in der PAZ vom 26. Oktober 2004
Kuhnert kämpft bis zur letzten Kurve
Der Gadenstedter Rallyefahrer feiert den Vizetitel beim ADAC Rallye Junior Cup 2004
Von Thomas Hiete
Showdown in Ostbayern: Bei der ADAC 3-Städte-Rallye, dem letzten Rennen der Saison, hatten noch fünf Fahrer die Chance auf den Titel beim ADAC Junior Rallye Cup 2004. Ganz vorne mit dabei: Mathias Kuhnert aus Gadenstedt, der als Zweiter mit drei Punkten Rückstand auf den führenden Aaron Burkart aus Berlin startete.
Spannung bis zur letzten Kurve!
Kuhnert ging unbeschwert in das große Finale. "Wir hatten eigentlich schon alles erreicht, was wir uns erhofft hatten", erklärte er. Nach dem Sieg der Newcomer-Wertung im letzten Jahr wollte Kuhnert eigentlich nur unter die ersten fünf kommen. Dieser Erfolg war ihm im letzten Rennen schon nicht mehr zu nehmen. Aber nun war sogar der Gesamtsieg drin.
Ein Platz in den Punkterängen vor Konkurrent Burkart musste bei der 3-Städte Rallye her, nur so konnte Kuhnert mit seinem Co-Piloten Jens Söbke (Warstein) noch an Burkart vorbeiziehen. "Einerseits waren wir angespannt", beschrieb der Lahstedter, „andererseits konnte uns ja nichts mehr passieren."
Die Vorentscheidung fiel bereits bei der zweiten und vierten Wertungsprüfung. "Das waren die Schicksalsprüfungen", sagte Kuhnert, der mit seinem Citroën Saxo VTS ins Hintertreffen geriet. "Wir hatten Probleme mit unserem Fahrwerk, das Auto läuft noch nicht 100 Prozent gerade", erläuterte der 24-Jährige. Auf dem langen Rundkurs über 20 Kilometer verloren Kuhnert und Söbke wichtige Sekunden.
Aufgeben war jedoch nicht angesagt: "Wir haben gefightet", sagte Kuhnert. Mit zwei Bestzeiten hintereinander brachte er sich zurück ins Geschäft, die Entscheidung fiel in der letzten Wertungsprüfung der Saison.
Spannung bis zur letzten Kurve: Kuhnert und Söbke legten eine erneute Bestzeit vor. Doch Burkart ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und fuhr nur 0,2 Sekunden langsamer als sein Gegner aus Peine. Damit machte er den Gesamtsieg perfekt, der zweite Platz in Ostbayern vor Kuhnert und hinter Sven Schädler reichte ihm.
Grämen muss sich Mathias Kuhnert deswegen aber nicht: Der Gadenstedter wurde starker Vizemeister, der Ausfall im vierten Saisonlauf verhinderte wohl den Titel. Insgesamt kann der 24-Jährige auf eine tolle Saison zurückblicken. Mit drei Siegen war er der erfolgreichste Fahrer, 21 Bestzeiten bei 106 Wertungsprüfungen unterstreichen seine herausragende Leistung. "Das gibt Selbstvertrauen", blickt Kuhnert optimistisch in die Zukunft.
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Artikel in der PAZ vom 22. Oktober 2004
Kuhnert: Ein bisschen Gas geben werde ich auch
Im letzten Lauf der Saison fällt die Entscheidung über den Gesamtsieg im ADAC
Rallye Junior Cup 2004
Von Dieter Geyersbach
Spannung pur vor dem Finale: Erst bei der ADAC 3-Städte-Rallye von heute an bis Sonntag in Ostbayern, dem
achten und letzten Saisonlauf, fällt die Entscheidung, wer Jahresbester der ADAC-Youngster wird. Fünf Nachwuchsfahrer haben noch die Chance,
ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen, den Siegerscheck im Wert von 25 000 Euro zur Teilnahme an der
Deutschen Rallye Meisterschaft 2005 entgegenzunehmen. Unter ihnen ist der Gadenstedter Mathias Kuhnert mit
seinem Co-Piloten Jens Söbke, der nach sieben Läufen den zweiten Platz einnimmt, mit nur drei Punkten Rückstand
auf den führenden Berliner Aaron Burkart.
Als Tabellenleader kommt Burkart (21) im Peugeot 106 mit 110 Punkten nach Ostbayern. 107 Punkte hat Kuhnert (24)
im Citroen Saxo VTS auf seinem Konto. Aber auch die drei VW Polo-Piloten Sven Schädler (94 Punkte), Flo Auer (93) und Konstantin
Keil (87) haben noch rechnerische Chancen auf den heiß umkäpften Titel. Spätestens auf der Zielrampe im Haslinger HOf
bei krichham wird festestehen, we sich von diesen fünf Protagonisten in die Liste der bisherigen Cup-Sieger einreihen kann.
Das Duell zwischen Burkart und Kuhnert dürfte die Entscheidung bringen. Sollten beide patzen, schlägt die Stunde der Verfolger. das Schöne an
dieser Auseinandersetzung: Jeder hat es selbst in der Hand. Denn egal ob Burkart oder Kuhnert, wer denl ezten Cup-Lauf gewinnt hat so oder so
auch den Titel in der TAsche. Die bessere Ausgangsposititon - weil mehr Punkte hat dabei Burkart. " Ich will den Junior Cup gewinnen
und deshalb vor allem vor Mathias im Ziel sein, damit ich allen Rechenspielen aus dem Weg gehen kann",
erklärt der Berliner Student.
Mathias Kuhnert sieht dem Showdown in Ostbayern ähnlich gelassen entgegen:
"MeinSaisonziel habe ich schon erreicht, denn schlechter als Platz fünf kann es nicht mehr werden. Wenn mir
jemand vor Saisonbeginn erklärt hätte, ich würde drei Tagessiege einfahren und Chancen auf den Gesamtsieg haben,
den hätte ich für verrückt erklärt". Auch er gibt zu, dass es ganz im Inneren doch juckt, wenn der Titel scheinbar so
nah ist. "Es ist allerdings schwer zu entscheiden, ob ich einen sicheren zweiten Platz nach Hause fahren soll,
oder attackiere, um den Cup-Sieg noch zu holen." Kuhnert bringt die Planung für das Final-Wochenende auf eine
einfache Formel: "Ich will Spaß haben und dann kommt die Schnelligkeit eigentlich wie von selbst dazu. Und ein bisschen
Gas geben werde ich auch." Wenn zwei sich streiten, freuen sich vielleicht 3 andere, könnte man in Abwandlung
eines bekannten Sprichwortes formulieren. Schädler (22, St. Martin), Auer (21, Freilassing) und Keil (22, Niestetal)
warten nur auf ein Straucheln des Führungs-Duos. Jeder aus dem Trio harrt noch auf seinen ersten Laufsieg.
Spannung ist garantiert.
Kuhnert ist gestern angereist. Heute werden die Streckenpläne ausgegeben, danach wird die Strecke abgefahren.
Nachmittags erfolgen die obligatorischen Abnahmen. Zunächst werden die Papiere geprüft, danach die Autos.
Abends werden die Teams beim Pressemeeting vorgestellt.
Der ADAC bietet den bis zu 27 Jahre alten Rallye-Fahrern diesen attraktiven Einsteiger-Cup an, der bei den Läufen
zur Deutschen Rallye-Meisterschaft und der Deutschen Rallye-Challenge ausgetragen wird. Unterschiedliche Fahrezeuge sind
zugelassen. Die Sportgeräte dürfen nicht mit Allradantrieb und Turboladung ausgestattet sein und nicht mehr
als 1600 Kubikzentimeter Hubraum sowie 130 PS haben.
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Artikel in der NPW vom 17. Oktober 2004
Peiner kann Rallye-Cup noch holen
Mathias Kuhnert fährt im ADAC-Nachwuchswettbewerb gut mit -
Sonnabend fällt die Entscheidung:
Lahstedt-Gadenstedt (kw). Ein spannendes Wochenende liegt vor Mathias Kuhnert. Er ist derzeit mit seinem Citroen Saxo
VTS beim ADAC Rallye Junior Cup auf Platz zwei dicht hinter dem Führenden. Am Sonnabend hat er im letzten
von insgesamt acht Läufen die Chance, den Gesamtsieg für sich perfekt zu machen, nachdem er schon im letzten Jahr
als bester Neueinsteiger des Cups für Aufmerksamkeit sorgte. Der Junior-Cup hat einen hohen Stellenwert bei der Nachwuchsförderung.
"Die Saison ist für mich und meinen Beifahrer Jens Söbke einfach super gelaufen. Unser Ziel war ein Platz unter
den ersten fünf, und der ist uns jetzt schon sicher!", freut sich Kuhnert, der das Rallye-Fahren als Hobby betreibt.
Möglich geworden ist diese tolle Bilanz durch die Unterstützung des Teams, das sich erst kurz vor der laufenden Saison unter dem Namen
"Kuhnert Motor Sport" zusammengefunden hat.
"Mit meinem vorherigen Teamchef kam ich nicht so gut klar, da habe ich eben mein eigenes Ding gemacht!", lacht der
gelernte Kfz-Meister, der im Autohaus seines Vaters in Peine tätig ist. Ein Entschluss, den er nicht bereut hat.
"Wir sind zwar finanziell längst nicht so gut gestellt wie viele andere Teams, aber die Begeisterung, der Teamgeist und Zusammenhalt
machen das so gut wie wett", hat der 24-Jährige erfahren.
"Wenn meine Leute zwischen zwei Wertungsprüfungen
in 15 Minuten mal eben ein Fahrwerk wechseln, muss ich darauf vertrauen können, dass alles perfekt ist", erklärt er die
Bedeutung von Vertrauen innerhalb des Teams. Und auch den Anweisungen seines Beifahrers vertraut er blind, "das geht nur,
wenn die menschliche Seite stimmt".
Angst mach langsam
Einen Vorteil hat er sicher gegeüber vielen Mitbewerbern, denn
er kann die Werkstatt seines Vaters nutzen. "Dennoch mussten meine Eltern erst von diesem Hobby überzeugt werden,
ebenso wie meine Freundin. Aber jetzt stehen sie alle voll hinter mir und sind fast so verrückt wie ich!", freut sich
der Motorsportfan. Außerdem sei das Rallye-Fahren dank strenger Sicherheitsvorschriften nicht so gefährlich, wie oft
angenommen.
Auf die Frage, ob er Angst habe, reagiert Kuhnert fast erstaunt. "Angst macht langsam. Aber
angemessener Respekt ist schon da", erklärt er mit einem doch nachdenklichen Lächeln.
Für den Motorsport interessierte sich Kuhnert schon von klein auf, mit 12 Jahren fing er beim MSC Groß Bülten
an, Kart zu fahren. Schon damals war er recht erfolgreich. "Während der Ausbildung habe ich pausiert. Ich saß
dann immer am Fernseher und habe mir Rennen angesehen. Da sind viele an den Start gegangen, die ich früher
geputzt habe", erinnert sich der Gadenstedter an diese Zeit.
Als er im Jahr 2000 zu einem Rennen eingeladen
wurde und gemerkt hat, "dass es immer noch sehr gut klappt", hat er wieder Blut geleckt.
Das Kartfahren verlor allmählich seinen Reiz und außerdem fühlte sich der junge Mann dazu auch "zu alt" und stieg
auf "richtige" Autos um. Im ADAC-Slalom-Einsteiger-Cup wurde er auf Anhieb Vizemeister. Anfang 2003 konnte Kuhnert
erste Probefahrten im Rallye-Auto machen, seitdem schlägt sein Herz für diesen Sport.
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Artikel in der Autobild vom 22. September 2004
Finale der jungen Hüpfer
Vor der letzten Saisonausfahrt im ADAC Rallye Junior Cup: Duell um die Titelentscheidung in Bayern zwischen Aaron Burkart und Mathias Kuhnert
Showdown in Niederbayern. Rund um Kirchham bei Füssingen steigt am 22./23. Oktober das Saisonfinale im ADAC Rallye Junior Cup. Fünf Cockpit-Hüpfer haben noch Chancen auf den Pokalsieg. Allen voran Tabellenführer Aaron Burkhart (110 Punkte) und Mathias Kuhnert (107). Der verkürzte mit seinem Erfolg bei der Rallye Holstein den Abstand zu Burkhart und übernahm auch noch die Führung in der ABM-Preisgeldliste bei den Junioren-Driftern.
In das letzte Rennen gehen die beiden Favoriten mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen.
"Ich muss voll auf Sieg fahren, um den Cup zu holen", glaubt Burkart. Mit seinen 22 Jahren wäre der Student für Wirtschaftsingenieurswesen der jüngste Gesamtsieger in der Cup-Geschichte. Sein Nachteil: Er hat bisher "nur" zwei Saisonsiege eingefahren. Bei Punktgleichheit wäre deshalb der schon dreimal erfolgreiche Kuhnert Cup-Gewinner.
Für den 24-jährigen Kfz-Meister aus Peine mehr, als er beim Saisonstart zu hoffen wagte. Kuhnert ganz gelassen: "Die Cup-Teilnahme war eine spontane Aktion. Ich wollte dabei sein, vielleicht unter die ersten fünf kommen. Mein Saisonziel habe ich schon erreicht. Mal sehen, was jetzt noch geht".
Viel Zeit, sich jetzt schon mit dem finalen Duell zu beschäftigen, haben beide sowieso nicht. "Bei mir stehen einige Matheklausuren auf dem Programm. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich nicht demnächst Rallye-Weltmeister werde, muss ich schließlich noch was Ordentliches lernen", lacht Burkart. Auf Konkurrent Kuhnert wartet derweil viel Arbeit als Verkäufer im elterlichen
Citroen-Autohaus.
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Artikel in der Peiner Zeitung vom 10. August 2004
Mit Vollgas durch den Thüringer Wald
Motorsport: Platz drei für Mathias Kuhnert bei der ADAC Rallye Wartburg
"Mit Highspeed durch den Thüringer Wald" - so beschrieb Mathias Kuhnert die ADAC Rallye Wartburg, den sechsten von acht Läufen zum ADAC Rallye Junior Cup 2004.
Kuhnert schoss mit seinem Co-Piloten Jens Söbke auf Rang drei und war zufrieden. "Den dritten Platz können wir als vollen Erfolg
werten und auf eine perfekte Teamleistung zurückführen." Pech: Dem Duo fehlte nur eine Sekunde auf den zweien Platz, den
Konstantin Keil (Niestetal) belegte. Als Schnellster ging der Gesamtführende Aaron Burkart (Berlin) in Eisenach über die
Zielrampe. Kuhnert liegt zwei Rennen vor dem Saisonende mit elf Punkten Rückstand auf Rang zwei.
Bei der Rallye Wartburg gab der Gadenstedter von Anfang an Vollgas. "Wir sind vom Start bis zum Ziel am Limit gefahren", sagte der 24-Jährige.
Nur so hatte er sich eine Chance gegen die zum Teil leistungsstärkeren Fahrzeuge de Konkurrenten ausgerechnet.
Und es begann tatsächlich gut für Kuhnert und Söbke: Trotz eines Querstehers bei Tempo 150 fuhren die beidne auf der ersten
Wertungsprüfung (WP) die zweitbeste Zeit. Nach Bestzeit bei der WP 2 ging das Duo in Führung. Diese hielten sie bis zur sechsten
WP. "Auf kurvigen Bergauf-Passagen machte sich unser Leistungsdefizit bemerkbar", schilderte Kuhnert. Burkart zog vorbei, für
den Gadenstedter begann ein Dreikampf um Platz zwei. "Keiner leistete sich mehr einen Fahrfehler", sagte Kuhnert, der sich
schließlich mit Rang drei zufrieden geben musste.
Der nächste Lauf zum ADAC Junior Cup wird am 10./11. September bei der ADAC Rallye Neustadt in Schleswig-Holstein ausgetragen.
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Artikel in der Peiner Zeitung vom 19. Juli 2004
Kuhnert verbessert sich auf Rang zwei
Motorsport: Fünfter lauf für ADAC Rallye Junior Cup in der Eifel
Nach zwei Siegen und zwei Ausfällen fuhr der Gadenstedter Mathias Kuhnert beim fünften von acht Läufen beim ADAC Rallye Junior Cup bei der Eifel-Rallye am vergangenen Wochenende in seinem Citroen Saxo VTS in 1:48:18,0 Stunden auf den vierten Rang. In der Gesamtwertung liegt der 24-Jährige mit seinem Co-Piloten Jens Söbke auf dem Beifahrersitz auf Rang zwei hinter dem Tagessieger Aaron Burkart aus Berlin.
Kuhnert, Sieger der Rookie-Wertung des vergangenen Jahres, ist mit zwei Laufsiegen bislang erfolgreichster Junior. Mit seiner Leistung in der Eifel war er allerdings nicht zufrieden, denn "es lief bei mir einfach nicht rund, zudem hatte ich das Gefühl, dass mein Saxo nicht die volle Leistung bringt. Wir sind perfekte Runden gefahren, nur auf der Stoppuhr war das nicht zu sehen." Sein vierter Platz auf der Zielrampe in Daun reichte jedoch aus, sich in der Tabelle auf Platz zwei zu verbessern.
Bis zum nächsten Lauf, der am 6./7. August bei der ADAC-Rallye Wartburg in Eisenach ausgetragen wird, hat Kuhnert mit seinen Mechanikern Zeit, Fehler zu finden und diese zu beheben...
Der bislang zweitplatzierte Thomas Hölzlhammer (23, Mainz) musste wie schon im Saarland nach einem Schaden an der Antriebswelle seines Saxo aufgeben.
Mit dem 21-jährigen Berliner Studenten Aaron Burkart erlebte der Junior Cup diese Saison den vierten Sieger. Der DMSB-Junior war immer in der Cup-Spitze zu finden, bislang verhinderte die Technik einen Erfolg. Zusammen mit Co-Pilotin Doreen Zemanik fuhr Burkart nun im Peugeot 106 als Erster über die Zielrampe in Daun. Burkart übernahm auch die Cup-Spitze, die noch dichter zusammengerückt ist. "Endlich mal eine Veranstaltung ohne Probleme, es war cool und hat riesigen Spaß gemacht, hier auf diesen anspruchsvollen Prüfungen unterwegs zu sein", strahlte Burkart auf der Zielrampe.
Florian Auer (20, Freilassing) war als Cup-Leader in die Eifel gereist. Nachdem er von Niels Kunze (25, Berlin), der auf der ersten Prüfung die schnellste Zeit markierte, die Führung erobert hatte, legte ein Getriebedefekt seinen VW Polo lahm. Die Hoffnung auf den ersten Laufsieg nach drei zweiten Plätzen in Folge war dahin.
Den zweiten Platz belegte der 21-jährige Sven Schädler aus dem pfälzischen St. Martin. Er ist derzeit zudem der bestplatzierte Neueinsteiger im Cup. Mit einer Serie von Bestzeiten fuhr sich Saarland-Sieger Christian Stockmar (20, Saarbrücken) im Citroen Saxo VTS noch bis auf den dritten Platz nach vorne. ge
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Artikel in der Peiner Zeitung vom 16. Juli 2004
"Oh, oh, oh" - dann überholt das Heck
Festgeschnallt: Die PAZ fuhr bei den Eifel-Tests des Gadenstedter Rallye-Asses Mathias Kuhnert in dessen Citroen Saxo mit.
Von Mario Quadt
Aus und vorbei: Aus dieser Kurve kann es keinen Ausgang geben, die Reifenstapel kommen immer näher. Erst als der Beifahrer auf den alten Pneus schon die einzelnen Rillen erkennen kann, wirft der Fahrer den Anker, tritt auf die Bremse und driftet sein Sportgerät durch eine Kurve, die für den Beifahrer schon verloren schien. Es duftet nach verbranntem Gummi und es riecht nach Angst.
Rallye-Ass Mathias Kuhnert aus Gadenstedt testet auf dem stillgelegten Militär-Flugplatz in der Eifel den Grenzbereich seines Autos - wenige Stunden bevor er bei der Eifel-Rallye an den Start geht. Sie gehört zum ADAC Junior-Cup.
Über die Gegensprechanlage ist jeder Mucks des Fahrers zu hören: Schweres Atmen, wenn Kuhnert (24) seinen Citroen Saxo VTS duch die Kurven zwischen alten Hangars und anderen geheimnisvollen Hallen prügelt. Hier wird noch mit der Hand geschaltet, mit dem einen Fuß gekuppelt, mit dem anderen gebremst, aber eigentlich permanent das Gaspedal durchgetreten.
Die Hoffnung des Rallye-ungeübten Beifahrers auf einen beherzten Tritt auf die Bremse wird oft enttäuscht. In einer unasphaltierten Rechts-Links-Kurvenkombination hat sich eine Senke gebildet. "Die kann nicht voll gehen, warum bremst der nicht?", denkt sich der Reporter. Pustekuchen: Der Wagen schluckt auch dieses Schlagloch und setzt seine rasante Fahrt ungebremst fort. Der Weg duch Kurvengeschlängel ist eigentlich sehr einfach: Immer den schwarzen Strichen nach, dort wo die Fahrer das Gummi ihrer Reifen auf der Straße liegen lassen. Ein unglaubliches Gefühl, wenn es mit 140 Pferdestärken und 150 Stundenkilometer schnell permanent duch Kurven geht.
Es nieselt leicht. Eine handvoll Schotter liegt auf der Piste, Relikte von Straßenarbeiten. Die Kurven werden immer rutschiger - unberechenbar. Der Beifahrer mit feuerfestem Rennanzug, feuerfester Haube und Integralhelm ergreift mit der linken Hand den Sitz, als könnten somit physikalische Seitenkräfte besänftigt werden. Plötzlich bricht das Heck aus, die Reifen haben nach vielen Testrunden an Griffigkeit eingebüßt. "Oh, Oh, Oh", ist über den Funk zu hören. Kuhnert scheint zu ahnen, dass auch er bald nur noch Passagier ist. Trotz Gegenlenkens überholt das Heck von rechts und es geht rückwärts in einen Erdwall. Weiche Landung und weiter - zurück auf den Parkplatz, einer provisorischen Boxengasse.
Die Mechaniker Jens Pawlik aus Oberg und Stefan Hildebrandt aus Wolfsburg warten schon auf ihren Fahrer. Mit wenigen Handgriffen sind die Lehmbrocken am Auto entfernt. Alles wird nachgemessen. "Nichts verzogen", meldet Kfz-Mechaniker Hildebrandt. Durchatmen. "Der Wagen ist über alle vier Räder gerutscht", sagt Kuhnert, der im zweiten Jahr beim ADAC Rallye-Junior-Cup mitmacht. Bilanz nach vier von 8 Rennen: zwei gewonnen, zwei Mal ausgefallen - einmal davon in Führung liegend.
Im himmelblauen Laster haben Fahrer, Beifahrer Jens Söbke und die Mechaniker die letzte Nacht verbracht. Bis 23 Uhr wurde am Auto, ein reinrassiger Rennwagen, gearbeitet. Direkt aus Paris sind die neuen Stoßdämpfer in der Eifel angekommen, die auf dem ehemaligen Militär-Flugplatz ihrer ersten Bewährungsprobe unterzogen werden sollen. Andere Reifen drauf und weiter geht die Suche nach den entscheidenden Sekunden.
"In diesem Jahr ist Angriff angesagt", sagt Kuhnerts Beifahrer Jens Söbke aus Warstein im Sauerland. "Die Eifel ist sehr anspruchsvoll, immer wieder rauf und runter - das macht richtig Spaß", erklärt der 27 Jahre alte Industriekaufmann.
"Nur dabeisitzen, könnte ich gar nicht", sagt Kuhnert über die Rolle seines Sozius. "Ich bin der wichtigste Mann an Bord, ich sage wo es langgeht", kontert Söbke. Sieben Mal überschlagen war bislang sein schlimmster Unfall im Sport auf vier schnellen Rädern. "Aber das war nicht mit Mathias", lacht Jens.
Die Dämpfer aus Paris haben sich bewährt: Der Heckausbruch bleibt and diesem Testtag die Ausnahme. "Der Wagen liegt ruhiger", resümiert Kuhnert. Wer mit ihm gefahren ist, mag es nicht glauben.
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Artikel in der Peiner Zeitung vom 16. Juli 2004
Mit dem Gebetbuch geht in Rom jede Kurve quer
Motorsport: Kursbuch bestimmt die Fahrt
Im Kampf um den ADAC Rallye Junior Cup hat Mathias Kuhnert einen Rückschlag erlitten. Bei der KÜS-Saarland-Rallye schied der Gadenstedter in seinem Citroën Saxo VTS während der sechsten Wertungsprüfung aus. „Bereits wenige Kilometer nach dem Start riss uns ein Gelenk unserer rechten Antriebswelle ab", erklärte der 24-Jährige, der nach vier von acht Läufen auf Rang drei der Cup-Wertung liegt. Sieger im saarländischen Merzig wurde Christian Stockmar.
Ohne ihr Gebetbuch fahren Mathias Kuhnert und Jens Söbke gar nicht erst los. "Kehre links 2, 80 rechts 5 lang", sagt Beifahrer Söbke und so wie ihm angesagt wird, fährt Kuhnert durch die nächsten Kurven. "Gebetbuch" nennen die Rallye-Fahrer die aufgeschriebenen Hinweise der zu fahrenden Strecke. Jede Kurve, jede Gerade ist hier aufgeführt - Überraschungen ausgeschlossen.
Übersetzt heißt die Anweisung: Gleich kommt eine enge Spitzkehre, die nach links führt, nach 80 Metern folgt eine weite Rechtskurve, die gar nicht mehr aufhören will. "Die Kurven haben Zahlen von 1 bis 5", erklärt Sozius Söbke. "1 ist eine enge Haarnadelkurve, 5 eher ein Bogen als eine Kurve".
Zwischen den Abzweigungen wird die Distanz zur nächsten Kursänderung angesagt. Für das Eintragen ins Gebetbuch am Vortag des Rallye-Starts nehmen sich die beiden Fahrer viel Zeit. Nach dem Testen (siehe Artikel oben) ist das Rennauto wieder auf dem Anhänger vertäut - die Probefahrt zum Kennenlernen der Strecke ist nur auf Privatwagen erlaubt. Nach den schweißtreibenden Testumläufen geht es geduscht und voll konzentriert auf die Suche nach der idealen Linie.
Ein paar Touristen sitzen auf der Terrasse und essen Sahnekuchen. Die vorbeieilenden Autos scheinen ihre Ruhe nicht zu stören. Es geht gemütlich zu rund um Daun. Dabei zeigt sich die Vulkaneifel von ihrer typischen Seite. Sanften Sonnenstrahlen folgen schwere Regengüsse, immer wieder zieht Nebel auf - ohne Zweifel: Das Eifel-Idyll verlangt den Fahrern der Eifel-Rallye alles ab. "Mischwetter" mag Mathias Kuhnert gar nicht. "Wechselnde Bedingungen sind sehr gefährlich", sagt der Pilot, der über das Kartfahren zum Motorsport kam. Er hätte in einem VW Lupo auf bekannten Rundstrecken wie dem Nürburgring, Hockenheim oder Oschersleben fahren können. "Aber 50 000 Euro im Jahr sind für ein Hobby einfach zu viel", sagt der Kraftfahrzeugmeister.
Zwischen sechs und 14 Kilometern umfassen die sieben Prüfungen an diesem Rennwochenende - zwei davon in der Nacht. Ein mächtiger Lampenbaum mit vier großen Scheinwerfern liegt schon griffbereit im Renn-Laster. Nur drei Mal dürfen die Fahrer die Prüfungskilometer im Privatwagen abfahren - für jede Hast durch Eifeldörfer und Wälder gibt es einen Haken im Prüfungsbogen.
Die Eifel-Rallye bringt rund 40 000 Zuschauer in die strukturschwache Region. Der Nürburgring und die legendäre Nordschleife sind fast in Hörweite - die Bewohner wissen, was sie am Motorsport haben.
Um optimal vorbereitet zu sein, nimmt das Fahrerpaar schwierige Kurven auf Video auf. "Es gibt Kurven, die muss man sich einfach merken", sagt Kuhnert.
Auf der Suche nach Sekundenbruchteilen wird nichts dem Zufall überlassen. Schließlich führt der Weg nach Rom. Das kleine Eifeldorf bei Daun - es heißt wirklich so - besteht nur aus ein paar Ansiedlungen. Die Kurven sind eine leichte Beute für Kuhnert und Co. - jede Kurve quer, denn wer bremst verliert Zeit. Als sie Rom hinter sich gelassen haben, sind beide sehr zufrieden: Am Gebetbuch musste wenig verändert werden. "Wir sind gut vorbereitet. Am Wochenende greifen wir an", sagt Söbke.
Am Abend in einer gemütlichen Pension sitzen sie dann zusammen: Fahrer, Beifahrer und Mechaniker und analysieren die kniffligsten Kurven auf dem Videoschirm. "70 Mal im Kreis fahren, wie bei der Formel 1 ist doch langweilig dagegen", meint Mechaniker Stefan Hildebrandt.
qm
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Artikel in der Peiner Zeitung vom 23. Juni 2004
Kuhnerts Erfolgssträhne reißt in Merzig
Motorsport: Der Gadenstedter Rallyefahrer scheidet im Saarland aus
Im Kampf um den ADAC Rallye Junior Cup hat Mathias Kuhnert einen Rückschlag erlitten. Bei der KÜS-Saarland-Rallye schied der Gadenstedter in seinem Citroën Saxo VTS während der sechsten Wertungsprüfung aus. „Bereits wenige Kilometer nach dem Start riss uns ein Gelenk unserer rechten Antriebswelle ab", erklärte der 24-Jährige, der nach vier von acht Läufen auf Rang drei der Cup-Wertung liegt. Sieger im saarländischen Merzig wurde Christian Stockmar.
„Dabei hatte die Rallye vielversprechend für uns begonnen", ärgerte sich Kuhnert, der die letzten beiden Rennen als Sieger beendet hatte. Bei der ersten Wertungsprüfung erzielte er mit seinem Co-Piloten Jens Söbke gleich die Bestzeit und verteidigte diese Führung bis zur fünften Prüfung. Dort riss Kuhnerts Erfolgssträhne: „Durch ein verunfalltes Fahrzeug wurden wir aufgehalten", beschrieb der Peiner, der somit hinter den späteren Sieger Stockmar auf den zweiten Platz zurückfiel.
Dann der Schaden an der rechten Antriebswelle. Mit aller Macht versuchten Kuhnert und Söbke noch den Servicepark zu erreichen - vergebens. „Nach weiteren 20 Kilometern im Schneckentempo war endgültig Schluss." Besonders bitter für den Gadenstedter: Zum Zeitpunkt des Ausscheidens hatte er bereits über 15 Sekunden Vorsprung auf den neuen Spitzenreiter Florian Auer (VW Polo GTI 60).
Kuhnert nahm den Ausfall dennoch gelassen und blickte bereits voraus zum nächsten Lauf. Am 16. und 17 Juli findet die ADAC Eifel-Rallye in Daun statt. Dann will der Peiner wieder ganz vorne mitmischen. „Dort wollen wir angreifen und zeigen, dass wir zur Spitze der deutschen Rallye-Junioren gehören."
Thomas Hiete, Merzig
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Artikel in der Auto Bild Motorsport vom 19. Mai 2004

ADAC Rallye Junior Cup
Wenn Mathias Kuhnert einen Lauf im ADAC Rallye Junior Cup beendet, dann als Sieger wie jetzt im Sulinger Land.
Dabei war das gar nicht sein Ziel. "Ich wollte eigentlich nicht gewinnen, sondern ruhig durchfahren und nichts riskieren.
Alles ganz locker", gab Kuhnert zu. Und so fuhr der Citroen-Saxo-Pilot dann auch. Durch seinen zweiten Sieg im dritten Saisonrennen
ist der Niedersachse Tabellenführer Thomas Hölzlhammer ganz dicht auf den Fersen. Nur zwei Zähler trennt das Duo.
Spitzenreiter Hölzlhammer glänzte wieder durch Konstanz. "Ich wollte unbedingt meinen ersten Saisonsieg. Es hat nicht
gepasst. Aber am Ende des Jahres zählen nur die Punkte", war der Mainzer mit Platz drei letztendlich zufrieden.
Florian Auer belegte den zweiten Platz im Sulinger Land. Der VW-Polo-Pilot kämpfte auf zwei Wertungsprüfungen mit
Motoraussetzern. Nach einer hektischen Notreparatur lief das Triebwerk wieder. Doch der Rückstand auf den Führenden Kuhnert
war für einen Angriff inzwischen zu groß.
Ein Quartett duellierte sich um Platz vier. Am Ende setzte sich Konstantin Keil vor Aaron Burkart, Niels Kunze und Matthias Prillwitz
durch. Wie hoch die Leistungsdichte im Junior Cup war, bewiesen die Youngster im stark besetzten Feld der Rallye Challenge
(90 Starter), mit der sie im Sulinger Land fuhren. Acht Junioren platzierten sich unter den besten 20.
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Artikel in der Peiner Zeitung vom 19. Mai 2004
Locker auf Fahrerei konzentrieren
Motorsport: Zweiter Sieg für Kuhnert ADAC Rallye Junior Cup 2004
Zweiter Sieg in Folge für den Gadenstedter Mathias Kuhnert: Nach dem Erfolg bei der ADAC-Rallye Vogelsberg
vor einem Monat siegte der 24-Jährige auch bei der ADAC-Pegasus-Mobil-Rallye im Sulinger Land.
Kuhnert fuhr in seinem Citroen Saxo VTS als Sieger der Cup-Wertung über die Rampe. Bei der Veranstaltung
zur 975-Jahr-Feier der Stadt Sulingen schob sich der Peiner somit in der Cup-Wertung bis auf zwei Punkte
an seinen Markenkollegen Thomas Hölzlhammer heran. Der Mainzer verteidigte die Führung im ADAC Rallye Junior Cup
mit Rang drei hinter Florian Auer (20, Freilassing) im VW Polo GTI.
"Es hat einfach alles gepasst", jubelte Kuhnert, der nach dem Ausfall beim Auftaktlauf nun mit zwei Siegen in Folge in die Reichweite der
Cup-Spitze gelangt ist. "Ich habe mit meinem Co Jens Söbke eine tolle Stimmung im Auto, mein Umfeld und vor allem die Service-Crew
sorgen dafür, dass ich mich ganz locker auf die Fahrerei konzentrieren kann."
Gelassen bleibt derweil der Cup-Führende Hölzlhammer. "Am Jahresende wird zusammengezählt, deshalb lieber die Punkte für Platz
drei, denn ein Ausfall kostet gleich richtig viele Punkte." Der Mainzer blieb immer in Schlagdistanz zu Kuhnert, ohne dabei zuviel zu
riskieren.
Der nächste Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup wird vom 17. bis 19. Juni bei der KÜS-Saarland-Rallye in Merzig ausgetragen. "Das wird
nicht so einfach, wieder ganz vorn zu landen, durchhalten ist unser Ziel", sagt Kuhnert, der auf Grund seiner Erfolge nicht abgehoben
hat. "Das ist ein Europameisterschaftslauf, eine sehr schnelle Rallye, da muss auch unser Auto schneller werden. Wir nehmen
deshalb auch noch Veränderungen am Getriebe vor. Im Feld gibt es nämlich noch einige Autos, die mehr Dampf unter der Haube
haben", sagt der Gadenstedter.
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Artikel in der Motorsport Aktuell vom 20. April 2004
Sieben teilten sich die Bestzeiten
Deutschlands driftendes Klassenzimmer sorgte auch im Vogelsberg für Furore. Die Führung im ADAC Rallye
Junior Cup wechselte fünf Mal, und sieben Piloten verteilten unter sich auf den zwölf SP die Bestzeiten.
Fünfmal war Mathias Kuhnert (Citroen Saxo VTS) der Schnellste, und auch in der Endabrechnung war der 23-Jährige aus Lahstedt ganz vorn.
Der Rookie-Sieger des vergangenen Jahres feierte nach dem Ausfall im Oberland nun seinen ersten Cup-Sieg. Bestzeiten markierten auch
Aaron Burkart im neuen Peugeot 106 und Christian Stockmar im Saxo. Beiden mussten nach technischen Defekten
aufgeben.
Die weiteren Bestzeitenjäger kämpften im Sekundenabstand um die mehrfach wechselnden Plätze. Flo Auer
belegte Platz 2 vor dem Nordhessen Konstantin Keil. Hinter den beiden Polo-Piloten reichte Thomas Hölzlhammer
Rang 4, um im Saxo die Tabellenführung knapp vor Rudi Hachenberg zu übernehmen. Sven Schädler markierte
zwar zweimal die schnellste Zeit, ein kurzer Ausritt verschlang aber den gewonnenen Vorsprung wieder.
Auftaktsieger Rudi Hachenberg plagte ein Reifenschaden und 50 Strafsekunden aus einer zu langen Reparatur
im Service.
Auch bei ihrer zweiten Rallye war Maike Suhr (Saxo) souverän unterwegs, trotz der Grippe-geschwächten
Co-Pilotin Kathi Wüstenhagen. Mit dem achten Platz verteidigten sie Rang 5 der Punktewertung. JH
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Artikel in der Peiner Zeitung vom 20. April 2004
Kuhnert fährt der Konkurrenz davon
Motorsport: Gadenstedter klettert im ADAC Rallye Junior Cup auf Rang 4
Der Gadenstedter Mathias Kuhnert hat den zweiten Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup gewonnen.
Bei der ADAC-Rallye Vogelsberg mischten sieben Piloten erfolgreich bei der Vergabe der Bestnoten auf
den 12 Wertungsprüfungen mit. Der 24-jährige Kuhnert schnitt am besten ab, nachdem er im vergangenen
Jahr noch als bester Neueinsteiger geehrt worden war. Seinem 23-jährigen Markenkollegen Thomas Hölzlhammer
aus Mainz reichte Platz vier, um die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen.
„Einfach toll, ein perfektes Wochenende", strahlte Kuhnert auf der Zielrampe im hessischen Schlitz.
Zusammen mit seinem Copiloten Jens Söbke hatte er eine fehlerfreie Fahrt abgeliefert, nachdem er bei der
Saison-Auftaktveranstaltung im Oberland ausgefallen war. In der Gesamtwertung liegen sie jetzt auf Platz 4.
Auf den 12 Wertungsprüfungen (WP) markierte er fünf Mal die schnellste Zeit aller Cup-Teilnehmer.
Er führte zu Beginn und eroberte sich dann Platz eins wieder ab der achten WP und gab ihn bis auf die Zielrampe
nicht mehr ab. „Optimal! Damit sind wir wieder dabei und unser Ziel, unter die Top-Fünf der Cup-Wertung zu
kommen, bleibt erreichbar."
Der nächste Lauf zum ADAC Rallye Junior Cup wird vom 14. bis 15. Mai bei der
ADAC-Rallye Sulinger Land in Sulingen ausgetragen.
ADAC-Rallye Vogelsberg: 1. Mathias Kuhnert/ Jens Söbke
(Lahstedt/ Warstein), Citroën Saxo VTS 1:31:50,0. 2. Florian Auer/Markus Peter (Freilassing /Bad Abbach),
VW Polo GTI 1:32:40,2. 3. Konstantin Keil/Nancy-Itala Lobos (Niestetal/Rott a. Inn), VW Polo GTI 1:32:49,9. 4.
Thomas Hölzlhammer/Jasmin Noll (Mainz/Weilmünster), Citroën Saxo VTS 1:33:04,7. 5. Sven Schädler/Andreas
Schwalié (St. Martin/Dernbach), VW Polo GTI. 6. Christian Pütz/H.-J Grimberg (Wahlrod/ Östringen),
Citroën Saxo VTS. 7. Rudi Hachenberg/Guido Horne (Wermelskirchen/ Kastel), VW Polo GTI.
8. Maike Suhr/Kathi Wüstenhagen (Eicklingen/ Am Mellensee), Citroën Saxo VTS.
Cup-Stand nach 2 von 8
Läufen (die besten 8 von 18 Teilnehmern): 1. Thomas Hölzlhammer, Citroën Saxo VTS 35. 2. Rudi Hachenberg,
VW Polo GTI 34. 3. Konstantin Keil, VW Polo GTI 28. 4. Mathias Kuhnert, Citroën Saxo VTS 25. 5. Maike Suhr,
Citroën Saxo VTS 21. 6. Sven Schädler, VW Polo GTI 20. 7. Florian Auer, VW Polo GTI 20. 8. Aaron Burkart,
VW Polo GTI 17. rd
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Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom 18. März 2004
Neues Konzept nach der Zielflagge
Welfen-Rallye startet Freitag mit Prolog auf dem Harz-und-Heide-Gelände in Braunschweig
Braunschweig. Vermutlich letztmalig wird die Welfen-Rallye am 19. und 20. März in der gewohnten Form stattfinden. Da es bisher nicht gelungen ist, die Veranstaltung als Lauf zur deutschen Rallye-Meisterschaft zu etablieren, denken die Verantwortlichen über ein neues Konzept nach.
"Uns fehlt einfach die Lobby. Obwohl wir 2003 eine sehr gute Kritik vom obersten Observer erhalten haben, erhielt die Vogelsberg-Rallye den Lauf zur deutschen Meisterschaft", erklärte der Leiter der Welfen-Rallye, Bernd Lange vom Braunschweiger ATC. Dafür sei ausschlaggebend gewesen, dass der Autohersteller Skoda in der Nähe von Vogelsberg angesiedelt ist.
Im nächsten Jahr wollen Lange und Co. jedoch einen erneuten Angriff fahren: "Wir planen eine Zusammenarbeit mit dem Motopark Oschersleben, damit die Hersteller sich besser präsentieren und Testrunden auf der Rennstrecke drehen können." "Von uns aus besteht großes Interesse", bestätigte gestern Motopark-Pressesprecher Martin Koldewey.
Das kleine Starterfeld von lediglich 38 Fahrzeugen, darunter vier Wagen mit Erdgas-Antrieb, begründet Lange auch mit der schlechten Terminierung seitens des Deutschen Motorsport-Bundes. "Vergangene Woche fand der erste Lauf zur deutschen Meisterschaft statt, und zeitgleich mit der Welfen-Rallye gibt es Rennen in Dänemark sowie in den Niederlanden", sagte Lange.
Mit Jörgens Vej und seinem Co-Piloten Finn Thomsen gehen allerdings die dänischen Vizemeister im Opel Astra an den Start. Sie gehören ebenso zu den Favoriten wie die Vorjahressieger Norbert Moufang/Michaela Frenzel (Opel Kadett) sowie Frank Richert/Timo Gottschalk im Ford Escort.
Vor allem beim Prolog am Freitag um 20.07 Uhr auf dem Braunschweiger Harz-und-Heide-Gelände wollen sich der BATC-Nachwuchsfahrer Mathias Kuhnert (Lahstedt) mit Beifahrer Stefan Hildebrandt (Wolfsburg) dem heimischen Publikum empfehlen. der 23-Jährige möchte den weiteren Verlauf der Welfen-Rallye dazu nutzen, mit seinem völlig neu aufgebauten Citroen Saxo (140 PS/950 Kilogramm) Testkilometer abspulen.
"Für uns ist sehr wichtig, dass wir durchfahren und dabei nicht zu viel riskieren. Zudem wollen wir natürlich während unserer Heim-Rallye jede Menge Spaß haben. Ich freue mich schon jetzt auf die Siegerehrung", meinte Kuhnert. Auf dem Podest wird er - das erreichen des Zieles vorausgesetzt - ganz oben stehen, da er im Feld das einzige Fahrzeug der Kategorie N 2 (bis 1,6 Liter Hubraum) steuert.
Das Rallye-Zentrum befindet sich in Braunschweig beim Sportgelände Rote Wiese. Von dort aus starten am Samstag die Piloten unter anderem zu folgenden Wertungsprüfungen: Schießstand Hachum (9.43, 11.13, 12.33 Uhr), Herzogsberge (10.05, 11.35, 12.55 Uhr), Engelnstedt (15.31, 17.01, 18.21 Uhr) sowie VW-Parkplatz Beddingen (15.46, 17.16, 18.36 Uhr).
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Artikel in der Peiner Zeitung vom 18. März 2004
Angriff auf die Bestzeit endet mit einer Kollision
Motorsport: Kuhnert beim Auftakt ausgeschieden
Misslungener Saisonauftakt für Mathias Kuhnert: Beim ersten von acht Läufen des ADAC Rallye Junior Cups schied der Gadenstedter zusammen
mit seinem Co-Piloten Jens Söbke bei der Rallye Oberland rund um Schongau bereits bei der sechsten von insgesamt 17 Wertungsprüfungen wegen
eines Unfalls aus. "Wir wollten einen Angriff auf die Bestzeit starten", beschrieb Kuhnert, "leider waren wir wohl zu optimistisch." In einer schnellen
Linkskurve kam das Duo mit seinem Citroën Saxo VTS von der Ideallinie ab, kollidierte mit einem Reifenstapel und verlor dabei das linke Vorderrad.
Dabei waren Kuhnert und Söbke in Schongau verheißungsvoll gestartet: In der ersten Wertungsprüfung fuhr der Gadenstedter die zweitbeste Zeit,
nach der fünften Prüfung lag das Team auf Platz fünf und damit einen Rang vor dem späteren Sieger Rudi Hachenberg.
Besonders bitter für Kuhnert: "Uns fehlen durch den frühen Ausfall jetzt wichtige Testkilometer, die bei einem neu aufgebauten Fahrzeug nur
schwer zu ersetzen sind." Im Winter hatte es für den 23-Jährigen nämlich einige Veränderungen gegeben. Die Zusammenarbeit mit dem Team aus
Hannover hatte der Gadenstedter beendet, in dieser Saison startet der Rallyefahrer erstmals mit seinem eigenen Team. Mit dem Citroën Saxo
musste ein neues Auto aufgebaut werden, "alles liegt jetzt in den eigenen Händen".
Jedoch muss auch Kuhnert feststellen, dass aller Anfang schwer ist. "Die Zeit bis zur ersten Rallye war so knapp, dass keine vorherigen Testeinsätze
möglich waren." Daher wollte der Nachwuchsfahrer besonders den ersten Saisonlauf in Schongau dazu nutzen, sein neues Rennauto einzufahren.
"Bei einem neuen Auto ist zu erwarten, dass zu Beginn technische Probleme auftreten." Diese will Kuhnert mit seinem Team nun so schnell wie
möglich beheben. "Beim nächsten Rennen wollen wir voll konkurrenzfähig sein." Als Saisonziel gibt der Vorjahressechste einen Platz
"unter den ersten Fünf" an.
Der zweite Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft, die ADAC-Rallye Vogelsberg, findet am 16. und 17. April statt.
Schon am kommenden Wochenende ist Mathias Kuhnert rund um Braunschweig bei der Welfen-Rallye zu beobachten. "Dieser Lauf zählt
zwar nicht zum Junior-Cup, soll uns aber wichtige Testkilometer einbringen", nimmt der Gadenstedter die Aufgabe ernst. Am Freitagabend findet
der Prolog rund um das Harz-Heide-Gelände statt. Den genauen Zeitplan für das Rennwochenende findet man im Internet unter www.batc.de.
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