
Artikel in der PAZ vom 31. Oktober 2007
„Also nahmen wir den Kampf an“
Motorsport: Der Peiner Rallyefahrer Mathias Kuhnert siegt beim ADAC-Rallye-Junior-Cup und beim ADAC-Rallye-Masters.
25 Kilometer sind noch zu fahren beim Finale der ADAC-Rallye-Masters und
des ADAC-Rallye-Junior-Cups bei der 3-Städte-Rallye im bayrischen Kirchham.
Mit 17 Sekunden liegt der Peiner Rennfahrer Mathias Kuhnert mit Beifahrer
Jens Söbke an erster Stelle. Was tun? Volles Risiko oder versuchen, den
Vorsprung behutsam nach Hause zu schaukeln?
Von Tobias Mull
„Wahrscheinlich hätte ich es mir nie verziehen, den Junior-Cup aufgrund
einer zu vorsichtigen Fahrweise zu verlieren“, erklärte Kuhnert nach dem
Rennen. „Also nahmen wir den Kampf an.“ Mit einer perfekten Fahrt auf den
letzten beiden Wertungsprüfungen sicherte sich das Team nicht nur zwei
weitere Divisionsbestzeiten sondern auch den Titel im ADAC-Rallye-Junior-Cup
sowie den Titel in der Division 6 der ADAC-Rallye-Masters.
Dabei waren Kuhnert und Söbke als Führende bereits als Favoriten
angereist. Vor der Veranstaltung gab es dann die üblichen Rechenspiele zur
Tabellensituation. „Für uns war klar, um den Rallye-Junior-Cup zu gewinnen,
mussten wir unbedingt unseren stärksten Verfolger schlagen. Sollten wir dann
noch mindestens den vierten Platz (von 12 Teams) in unserer Division
erreichen, wären wir auch Divisionsmeister“, erläuterte Kuhnert.
Taktsich wollte man zunächst kontrolliert fahren und schauen, was die
Konkurrenz macht. Auf der ersten Wertungsprüfung schafften die Peiner in
ihrer Division die viertbeste Zeit – der ärgste Mitbewerber um den
Junior-Cup-Titel lag. war einer der Fahrer, die vor ihnen lagen.
Auf der zweiten Prüfung konnte Kuhnert das Blatt wenden, sein Team ging in
Führung. Allerdings betrug der Vorsprung auf Verfolger Christian Riedemann
(Suzuki) nur hauchdünne 3 Sekunden, „so dass wir uns entschlossen, für den
nächsten Turn, der aus drei Wertungsprüfungen bestand, das Risiko zu erhöhen
“, erklärte Kuhnert.
Und das Risiko war sehr hoch. Zwischenzeitlich hatte Nieselregen die
Strecke rutschig gemacht. Mehrfach brach das Heck des Citroen Saxo von
Kuhnert aus – und das bei über 140 km/h und mit einer Bereifung für
trockenes Wetter.
Doch das Risiko wurde mit einer überlegenen Bestzeit belohnt. In der
Service-Pause nach WP 5 betrug der Vorsprung auf den Junior-Cup Kontrahenten
satte 28 Sekunden. Auch in der Division 6 lagen sie mit Platz zwei voll auf
Titelkurs. „In den nächsten drei Prüfungen minimierten wir wieder das Risiko
und versuchten den Vorsprung zu verwalten“, so Kuhnert.
Doch das Staunen im Servicepark nach der achten von zehn zu fahrenden
Wertungsprüfungen war groß: Obwohl der Peiner mit einem großen Vorsprung in
die letzten drei Wertungsprüfungen gegangen war, gab der Hauptkonkurrent um
die ADAC Nachwuchsmeisterschaft nicht auf und kämpfte sich auf 17 Sekunden
heran. Dann traf Kuhnert die Entscheidung, wieder Risiko zu gehen – und
gewann den ADAC-Rallye-Junior-Cup sowie den Titel in der Division 6 der
ADAC-Rallye-Masters.
„Nachdem ich mir zuvor schon den Titel des niedersächsischen
ADAC-Rallye-Masters sichern konnte, freut es unser Team jetzt sehr, dass wir
auch auf Bundesebene so erfolgreich waren“, sagte Kuhnert überglücklich.
Und die Saison ist noch nicht vorbei. Eine Rallye plant das Team noch in
diesem Jahr. Bei der Rallye Atlantis am 10. und 11. November findet das
Finale zum Norddeutschen ADAC Rallye Cup statt. „Hier haben wir wirklich
nichts zu verlieren, denn obwohl hier die Meisterschaftswertung nicht nach
Klassen unterteilt wird, haben wir eine Top 3 Platzierung schon sicher“,
erklärt e Kuhnert. Und vielleicht wird es ja wieder etwas mehr. Mit etwas
Risiko.
Artikel auf racing1.de vom 28. Oktober 2007
Kuhnert holt Junior-Cup
Den Titel im ADAC Rallye Junior Cup 2007 errang der Niedersachse Mathias Kuhnert, der gemeinsam mit seinem Co Jens Söbke im Citroën Saxo VTS den Finallauf für sich entscheiden konnte.
Platz zwei der ADAC Nachwuchsserie belegte der 19-jährige Sulinger Christian Riedemann mit Co Oliver Bobrink im Suzuki Ignis. Den letzten Platz auf dem Podest sicherte sich Lars Röper Barenburg im Dacia Logan.
Matthias Kuhnert, der Junior Cup Vize-Meister von 2004, stieg nach einer fast zweijährigen Pause wieder in die Nachwuchsserie des ADAC ein. "Wir wollten einfach nur wieder Rallye fahren," erklärte der 27-jährige Kfz-Meister, "als es dann aber so gut lief, wurde doch eine ganze Saison daraus. Und der Sieg ist jetzt natürlich die absolute Krönung."
Im 19-jährigen Christian Riedemann fand er einen viel versprechenden Herausforderer. Nachdem Kuhnert zur Saisonmitte durch eine defekte Antriebswelle eine Nullrunde fabrizierte, übernahm Riedemann die Führung. Erst mit seinem Sieg beim Finale konnte sich Kuhnert wieder an die Spitze schieben und den Titel sichern. "Wir haben im Saxo schon einen Leistungs-Vorteil gegenüber dem Ignis von Christian, aber der hat richtig Gas gegeben, daher musste wir ordentlich nachlegen", erläutert Kuhnert.
Artikel auf racing1.de
Artikel in der PAZ vom 18. Oktober 2007
Heißer Kampf um jede Zehntelsekunde
Motorsport: Der Gadenstedter Rallyefahrer Mathias Kuhnert erkämpft sich den Titel der Niedersächsischen ADAC Rallye Meisterschaft und lässt sich dabei auch nicht von einer Kuh auf der Fahrbahn beirren.
Was für ein Rennen – was für ein Erfolg: Nach einem an Spannung kaum mehr zu überbietendem Finallauf sicherte sich Mathias Kuhnert aus Gadenstedt mit seinem Citroen Saxo den Titel der Niedersächsischen ADAC Rallye Meisterschaft.
Von Tobias Mull
Vor bis zu 12000 Zuschauern wurde die erste Wertungsprüfung im Dunkeln ausgetragen. Und hier gab es die erste Schrecksekunde: „Hinter einer schnellen Kurve stand plötzlich eine Kuh auf der Straße, die sich losgerissen hatte und das Geschehen von Nahem beobachten wollte. Glücklicherweise konnten wir rechtzeitig reagieren, so dass dem lieben Tier wie auch Mensch und Maschine nichts passierte“, berichtete Kuhnert.
Obwohl das Team Kuhnert und Beifahrer Beifahrer Jens Söbke an dieser Stelle das Tempo stark drosseln mussten, gelang ihnen die erste Bestzeit und damit die Führung in der Division 6, für Fahrzeuge bis 1,6 L Hubraum.
„Auch am Samstag Morgen waren wir hellwach und sicherten uns die nächste Bestzeit“, erklärte der Gadenstedter Rallye-Fahrer. Die darauf folgenden drei Wertungsprüfungen ging das Team nach eigener Aussage „ein bisschen zu kontrolliert“ an – nach der fünften Wertungsprüfung fanden sie sich mit einem Rückstand von 5 Sekunden auf dem zweiten Platz ihrer Division wieder.“
„Das wäre sicher ein gutes Ergebnis, aber so schnell wollten wir bei unserer Heimrallye nicht aufgeben“, sagte Kuhnert. Auf den noch ausstehenden 8 Wertungsprüfungen gab es dann einen „heißen Kampf“ um jede Zehntelsekunde. Abwechselnd brannten das Kunze-Team aus der Hauptstadt und Kuhnert/Söbke die Bestzeiten in den Asphalt, doch auf einer Wertungsprüfung waren die Peiner gegen die Berliner chancenlos und verloren wichtige Sekunden.
„Am Ende der Rallye standen für unser Team sieben Bestzeiten und für das Berliner Team sechs Spitzenzeiten zu buche“, erklärte Kuhnert. Die Addition der Zeiten ergab allerdings einen Rückstand von 15 Sekunden auf das Kunze-Team, so dass Kuhnert/Söbke den 122 Kilometern nur zweiter Sieger waren.
Wie eng der Kampf an der Spitze war, spiegelt ein Blick auf die weiteren Platzierungen wieder. Der drittplatzierte hatte bereits einen Rückstand von 1 Minute und 46 Sekunden auf den Sieger, der Vierte lag eine weitere Minute dahinter.
Doch nach der Addition der Meisterschaftspunkte gab es für das Team Anlass, ausgiebig zu feiern. „Mein Beifahrer Jens Söbke aus Warstein sicherte sich den Titel als Westfälischer Rallye Meister und ich konnte die Niedersächsische ADAC Rallye Meisterschaft sichern und damit den Titel nach Peine holen“, sagte Kuhnert stolz. „Ebenfalls sicherten wir uns bereits einen Lauf vor Schluss eine Top-3-Platzierung im Norddeutschen ADAC Rallye Cup.
In den ADAC Rallye Masters führen Kuhnert/Söbke weiterhin ihre Division an und im Rallye-Junior-Cup liegen sie ebenfalls in Front. Die Entscheidung für die beiden zuletzt genannten Wertungen findet am 27. Oktober bei der ADAC 3-Städte-Rallye im bayrischen Kirchham bei Passau statt.
Artikel in der PAZ vom 27. September 2007
Nach Dreher noch aufs Treppchen
Motorsport: Die Peiner Kuhnert und Söbke sichern sich in turbulentem Rennen ihren vierten Junior Cup Sieg
Mathias Kuhnert und Jens Söbke geben weiter Vollgas. Bei der ADAC Havelland-Rallye in der Nähe von Potsdam holten sie nach einigen Turbulenzen den Sieg. Diese Rallye war der letzte Vorlauf der ADAC-Rallye-Masters und des ADAC-Rallye-Junior-Cups für die Region Nord.
Bereits auf der ersten Wertungsprüfung, einem 7 km langen Rundkurs auf dem Fahrsicherheitszentrum Linthe in Brandenburg, setzte das Peiner Team die Bestzeit und übernahm die Führung in der Junior-Cup-Wertung und der Division.
Die zweite Prüfung war mit Asphalt- und Spurplattenwegen sowie Kopfsteinpflaster und einem Schotteranteil von über 40 Prozent die selektivste der gesamten Rallye. Auf diesen 14 km waren Kuhner/Söbke 15 Sekunden schneller als die größten Verfolger und konnten damit die Führung ausbauen.
Die folgenden 3 Wertungen fanden auf einem kleinen, langsamen und hakeligen Zuschauerrundkurs mitten in Potsdam statt. „Das uns diese Strecke keine Freude bereitete merkte man auch an unseren Zeiten“, berichtete Kuhnert. Zwar konnten die Peiner die Führung weiterhin verteidigen, doch der Vorsprung auf den Lokalmatadoren Niels Kunze (Berlin) schrumpfte von ursprünglich 20,6 Sekunden auf 11,5 Sekunden zusammen.
„Dass die darauf folgende sechste WP nie zu unseren Lieblingsprüfungen gehören wird, wurde mir schon am Vortag beim Erstellen unseres Aufschriebs klar“, sagte Kuhnert. Sehr enge, erdige Waldwege wechselten sich auf 7 km Länge mit engen verschlissenen Spurplattenwegen ab. „Trotzdem wollten wir auch hier pushen um unseren Vorsprung zu verteidigen. Leider kam es komplett anders.“
Beim Abbremsen aus rund 100 km/h rutschte der Saxo mit der Hinterachse von den hohen Spurplatten und wurde unkontrollierbar. Nur mit „viel Mühe und vor allem Glück“ schafften es die Peiner während dieses Drehers weder die Bäume auf der linken Seite noch den Graben auf der rechten Seite zu touchieren.
Die Fahrt ging also weiter, doch aus dem Vorsprung war ein Rückstand von 5,6 Sekunden geworden. In der anschließend folgenden Servicepause musste das Team den den Fauxpas erst einmal verdauen. Und das klappte sehr gut: In der folgenden Wertungsprüfung setzten sie die Bestzeit, und der stärkste Konkurrent musste nach einem technischen Defekt aufgeben.
Mit zwei weiteren schnellsten Zeiten auf den noch 4 zu fahrenden Wertungsprüfungen gelang es den Peinern ebenfalls die anderen Mitbewerber hinter ihnen zu halten. Und so gab es schließlich noch ein Happy End – den vierten Junior-Cup-Sieg sowie den zweiten Divisionssieg dieser Saison.
In der Abschlusstabelle der ADAC-Rallye-Masters Nord liegen Kuhnert und Söbke im Junior-Cup punktgleich auf dem ersten Platz. Ebenfalls führen sie in der Tabelle die Division 6 für Fahrzeuge bis 1,6 L Hubraum. Allerdings seien diese „inoffiziellen Nord-Titel“ genau so viel Wert wie die „Herbstmeisterschaft in der Fußball-Bundesliga“.
Bei den nächsten beiden Endläufen der ADAC-Rallye-Masters treffen nicht nur die Regionen Nord und Süd aufeinander, es werden auch doppelte Punkte vergeben. Der erste Endlauf findet bereits am 12. und 13. Oktober rund um Osterode statt. Mehr Informationen gibt es im Internet unter http://www.rallye-niedersachsen.de .
Artikel in der PAZ vom 13. September 2007
Happy End trotz „Schmierseife“
Motorsport: Mathias Kuhnert und Jens Söbke starten erfolgreich bei der ADAC-Neustadt-Rallye
Erneut erfolgreich waren Mathias Kuhnert und Jens Söbke: Bei der ADAC-Neustadt-Rallye, auf dem Truppenübungsplatz Putlos (Oldenburg) sicherten sie sich mit ihrem Citroën Saxo in der Junior-Cup-Konkurrenz den Sieg. Rang zwei gab es für das Peiner Duo in der Divisionswertung für Fahrzeuge bis 1,6-Liter-Hubraum.
Und das, obwohl der Wettbewerb für die Peiner alles andere als gut begann, endete die erste Wettbewerbsprüfung (WP) für die beiden schon nach kurzerZeit. „Weil wir zu optimistisch gestartet sind und gleich Bestzeiten vorlegen wollten“, gestand Kuhnert. Eine Taktik, die für diesen Asphalt nicht die richtige war.
Denn der Untergrund war durch „Nieselregen in Schmierseife verwandelt worden“, sagte Kuhnert. Entsprechend unterlief den Peinern nach nur 500 Metern ein folgenschwerer Fauxpas. „Beim Anbremsen auf die erste Schikane blockierten die noch kalten Vorderräder, und wir sind fast ungebremst in die provisorisch eingerichtete Absperrung gekracht“, erklärte Kuhnert.
Doch Glück im Unglück: Das Auto wurde kaum beschädigt, „doch der Zeitverlust war enorm“. Aber eben jenen machten die beiden anschließend wieder wett. „Mit guten Leistungen haben wir uns dann langsam nach vorne geschoben.“ Insbesondere ihre vier Bestzeiten (WP 4,7,8 und 9) sorgten dafür, dass die Aufholjagd mit einem Happy End belohnt wurde.
Der nächste Einsatz steht bereits am 22.September auf dem Programm: die Havelland-Rallye. Ziel dort ist es, „anzukommen, da die Strecken bei Berlin mit ihrem Kopfsteinpflaster- und Panzerplattenbelag sowie einem Schotteranteil von mehr als 30Prozent sehr schlecht für das Material sind“, konstatierte Mathias Kuhnert.
Artikel auf rallye1.de vom 09. September 2007
Kuhnert gewinnt Junioren-Wertung
Bei der ADAC Rallye Neustadt siegten im ADAC Rallye Junior Cup Matthias Kuhnert und Jens Söbke.
Das Duo liegt nach dem dritten Saisonsieg im Citroën Saxo VTS nur noch fünf Punkte hinter Christian Riedemann/Oliver Bobrink im Suzuki Ignis, die diesmal Rang zwei belegten. Dritte wurden Lars Röper/Tino Sander im Dacia Logan.
Artikel in der PAZ vom 18. August 2007
Tragödie bei Wartburg-Rallye
Beifahrer aus Grande stirbt, Pilot wird schwer verletzt / Peiner scheiden zuvor mit Motorschaden aus
Von einem schweren Unfall wurde die Wartburg-Rallye überschattet, an der der Peiner Mathias Kuhnert wie auch in den vergangenen Jahren teilnahm. Auf der 12. von ursprünglich 14 angesetzten Wertungsprüfungen kam das Team Dirk Zipfel / Mathias Rohlfs von der Strecke ab und prallte mit seinem BMW M3 seitlich gegen einen Baum. Dabei starb der 46-jährige Beifahrer Mathias Rohlfs (Grande bei Hamburg), der Pilot Dirk Zipfel (Lüdjensee) wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
„Nach dem tragischen Unfall wurde die Rallye sofort abgebrochen“, erklärt Kuhnert, der nur kurz auf den Rennverlauf davor einging. Sein Team war gut unterwegs. In der 9. Wertungsprüfung eroberten Kuhnert/Söbke die Führung in der Klasse bis 1,6 Liter Hubraum – in der 10. Wertungsprüfung quittierte dann jedoch eine Antriebswelle ihren Dienst, und das Team schied – noch vor dem Unfall – aus.
Bald schon steigt Kuhnert wieder hinters Lenkrad. Er plant seinen nächsten Start bei der ADAC Neustadt Rallye am 8. September. mu
Artikel in der PAZ vom 24. Mai 2007
Das Risiko wird belohnt
Motorsport: Kuhnert/Söbke gewinnen bei der Rallye Sulinger Land
Starke Leistung: Mathias Kuhnert und Jens Söbke belegten bei der Rallye Sulinger Land den ersten Platz in der ADAC-Junior-Cup- und der Divisionswertung. Und das, obwohl die beiden zuletzt eine längere Pause gemacht hatten. „Deshalb wussten wir vorab auch nicht, wo wir genau stehen“ erklärte Kuhnert.
Aber gleich schon in der ersten Wertungsprüfung bewies das Duo, dass es nichts verlernt hat, landete es doch mit seinem Citroen Saxo in Bestzeit auf dem ersten Platz (bis 1,6 L Hubraum). „Dabei sind wir volles Risiko gegangen – und das ist belohnt worden“, freute sich Kuhnert, der auch im zweiten Durchgang zusammen mit seinem Partner glänzend fuhr – erneut gab es Bestzeit. „Damit haben wir die Konkurrenz in Zugzwang gesetzt.“
Und die zeigte Nerven. Denn während die Peiner auch die dritte von insgesamt 13 Wertungsprüfungen als schnellstes Team beendeten, patzten die Gegner. „Bereits nach dem sechsten Durchgang hatten zwei unserer Mitbewerber ihre Fahrzeuge im Sulinger Unterholz geparkt“, sagte Kuhnert. Folge: Der abstand auf den ärgsten Verfolger wuchs auf mehr als 45 Sekunden an. Entsprechend sah die Taktik für den Nachmittag vor, „dass wir den Vorsprung verwalten und das Risiko minimieren wollten“ erklärte Kuhnert. „Doch da wir uns mittlerweile wieder so gut an das Rallyefahren gewöhnt hatten, fuhren wir weitere Bestzeiten ein, ohne dabei den Bogen zu überspannen.“
Lohn dieser Leistungen war der Sieg in der Junior-Cup- und Divisionwertung, zudem sprang im Gesamtklassement Platz zehn von 110 gestarteten Teams heraus. Eine Bilanz, „mit der wir sehr zufrieden sind“, resümierte Kuhnert, „zumal unser Citroen Saxo zu den leistungsschwächsten Fahrzeugen im Feld gehörte“.
Das nächste Rennen für den Peiner Motorsportler findet am 10./11. August bei der Rallye Wartburg rund um Eisenach statt.
Artikel auf racing1.de vom 6. Mai 2007
Kuhnert wieder Sieger
Der Sieg beim zweiten Lauf des ADAC Rallye Junior Cup in der Region Nord ging erneut an Mathias Kuhnert im Citroën Saxo VTS.
Zusammen mit Co-Pilot Jens Söbke fuhr er im kleinen Fronttriebler auf den anspruchsvollen Prüfungen mit hohem Schotteranteil sogar bis auf den zehnten Gesamtrang der 20. ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land nach vorn. "So langsam komme ich nach einem Jahr Pause wieder richtig in Schwung," strahlte Kuhnert im Ziel. Der nicht nur die Junioren-Wertung anführt, sondern auch in der Gesamtwertung als Dritter vorn mitmischt.
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Artikel in der PAZ vom 5. April 2007
Mathias Kuhnert hat wieder "Blut geleckt"
Motorsport: Der Gadenstedter feiert ein erfolgreiches Comeback beim ADAC Rallye Junior Cup / Platz eins zum Auftakt
Mathias Kuhnert war vor drei Jahren noch die große Peiner Motorsport-Hoffnung, 2004 gewann er zusammen mit seinem damaligen Co-Piloten Jens Söbke im Citroen Saxo VTS den Vizetitel beim ADAC Rallye Junior Cup. Doch danach kam nicht mehr von dem Gadenstedter, im vergangenen Jahr fuhr er nur noch ein Rennen.
"Ich war ein bisschen unmotiviert", sagt der mittlerweile 27-Jährige und liefert den Grund gleich mit. "Ich hatte große Projekte ins Auge gefasst, hatte tolle Angebote." Aber: "Es fehlten die Sponsorengelder." Damit platzte Kuhnerts Traum von einer Profikarriere als Rallyefahrer, "das musste ich erst mal verkraften".
Doch nun ist Kuhnert zurück - und wie: Bei der ADAC-Wikinger-Rallye in Schleswig-Holstein, die zum ADAC-Rallye-Masters und zum ADAC Rallye-Junior-Cup (Region Nord) zählt, fuhr er auf Platz eins - im alten Citroen Saxo, mit seinem langjährigen Weggefährten Jens Söbke aus Warstein.
Kuhnert fährt wieder, als hätte er nie aufgehört. "Dabei sind wir natürlich nicht mit hohen Erwartungen ins Rennen gegangen", sagt der 27-Jährige, der "konditionell stark abgebaut" habe und ohne große Fahrpraxis an den Start ging. Doch schon auf der zweiten Wertungsprüfung setzten sich Kuhnert und Söbke an die Spitze der Junior-Cup Wertung. Und dort blieb das Duo bis zum Ende. "Obwohl meine mangelnde Kondition schon deutlich zu spüren war", sagt der Gadenstedter, der nun "Blut geleckt" hat. Das heißt: Auch beim zweiten Lauf am 5.Mai in Sulingen wollen die beiden Rückkehrer wieder an den Start gehen. "Es hat richtig Spaß gemacht, wir freuen uns darauf."
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Artikel auf Rallye1.de vom 01. April 2007
Sieg für Kuhnert
Citroen-Pilot Mathias Kuhnert gewann bei der Wikinger-Rallye den Auftakt im ADAC Rallye Junior Cup Region Nord.
Kuhnert war als Vize-Meister schon 2004 erfolgreich im Junior Cup. Nun griff er erneut in das Lenkrad seines Citroën Saxo VTS. Mit Co Jens Söbke gewann er nach zehn Wertungsprüfungen den Auftaktlauf der Junioren im Norden.
"Es hat von Anfang an wieder richtig Spaß gemacht, jetzt freue ich mich auf den nächsten Lauf in Sulingen", so der Sieger. Dort ist das Heimspiel des 19-jährigen Christian Riedemann, der im Suzuki Ignis knapp geschlagen den zweiten Platz belegte. Platz drei ging an Lars Röper (Barenburg) im Dacia Logan.
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